SPD-Kreistagsfraktion begrüßt Verhandlungen zum Linienbündel „Vordereifel“

Veröffentlicht am 19.02.2022 in Pressemitteilung

und fordert: „Kommunalisierung des ÖPNV muss auf den Prüfstand!“

Die andauernden Missstände im ÖPNV sorgen nach wie vor für Beschwerden und Unmut in der Bevölkerung. Auch zwei Monate nach dem Betreiberwechsel läuft es im Busverkehr des Landkreises Mayen-Koblenz alles andere als rund. Der neue Vertragspartner, die zum Transdev-Konzern gehörenden Verkehrsbetriebe Rhein-Eifel-Mosel (VREM), hat es bisher nicht geschafft, die Probleme in den Griff zu bekommen und die vertraglich vereinbarten Leistungen zu erbringen.

In der jüngsten Sitzung des Umwelt-Klima- und Verkehrsausschusses hatte Herbert Keifenheim daher in einem ersten Schritt die Kündigung des Linienbündels „Vordereifel“ gefordert mit der Bitte, dass sich der Kreisausschuss dem Vorschlag anschließt und die Verbandsgemeinde Vordereifel aus dem Bündel herausgelöst und ein anderes Verkehrsunternehmen beauftragt wird, die Fahrten durchzuführen.

„Ich freue mich, dass der Kreisausschuss meiner Anregung gefolgt ist und Landrat Dr. Alexander Saftig einstimmig dazu ermächtigt hat, Verhandlungen mit den Verkehrsbetrieben zu führen“, begrüßt Keifenheim die Entscheidung des Kreisausschusses. Mit dem Ziel, eine freiwillige Rückgabe des Linienbündels „Vordereifel“ zu erreichen, soll im Anschluss eine Notvergabe an einen neuen Betreiber vorbereitet werden. Durch die Rückgabe des Linienbündels und damit einhergehend freiwerdenden Fahrern und Kapazitäten erwartet der Kreisausschuss auch eine Stabilisierung der Verkehrsleistungen in den Bündeln „Maifeld“ und „Pellenz“.

„In der Zwischenzeit der freien Linienvergabe im Linienbündel „Vordereifel“ sollten wir dringend eine allgemeine Kommunalisierung prüfen, um den ÖPNV zukünftig in Eigenregie des Landkreises zu

übernehmen. Eigene Busse sind besser als die eines internationalen Konzerns, die nicht oder zu spät kommen. Der Landkreis ist einfach näher dran, kann das Personal selbst sorgfältig aussuchen und eine angemessene, tarifgerechte Bezahlung der Fahrer gewährleisten. Dass die Sicherheit unserer Schulkinder und der anderen Fahrgäste oberste Priorität haben müssen, darf kein Lippenbekenntnis bleiben!“, appelliert Keifenheim. Das Beispiel der Stadt Koblenz, die seit Jahren gute Erfahrungen macht, zeige, dass dieses Vorhaben realisierbar und sinnvoll sei. In den letzten Jahren habe man gesehen, vor welch unangemessenen finanziellen Aufwand der Kreis durch Kündigungen von Unternehmen und damit einhergehenden Notvergaben gestellt wurde, so der SPD-Politiker weiter.

 

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