Ab 7. Juni startet betriebliches Impfen als dritte Säule

Veröffentlicht am 16.05.2021 in Pressemitteilung

„Um uns optimal auf das Impfen in unseren Betrieben vorbereiten zu können, benötigen wir umfassende Informationen und verlässliche Angaben, welche konkreten Vorgaben für die dritte Säule des betrieblichen Impfens zu erwarten sind. Auf welchen Wegen wird der Impfstoff geliefert? Wer kann ihn bestellen? Wird es einen Verteilungsschlüssel geben? Und wie wird die Dokumentation der Impfungen gesichert? All das sind drängende Fragen, auf die uns der Bund in Form einer angepassten Corona-Impfverordnung schnellstmöglich Antworten liefern muss“, richtet Kreisvorsitzender Marc Ruland seinen Appell an das Bundesgesundheitsministerium, umgehend für Planungssicherheit in den Betrieben und bei den Beschäftigten zu sorgen.

Neben den Impfungen in den 32 Impfzentren des Landes und den Arztpraxen, die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen, soll laut Bundesgesundheitsministerium ab 7. Juni auch das Impfen in den Betrieben als dritte Säule beginnen. Seitens des Bundes wurde in Aussicht gestellt, dass in den ersten Wochen zusätzlich rund 500.000 Dosen Impfstoff wöchentlich dafür zur Verfügung gestellt werden sollen. Bei einer möglichen Verteilung nach dem Bevölkerungsanteil wird daher für Rheinland-Pfalz zunächst mit rund 25.000 Dosen wöchentlich gerechnet. Darüber hinaus wurde bisher nur wenig Konkretes bekannt gegeben.

Rheinland-Pfalz gut gerüstet

Damit die zusätzlich in Aussicht gestellten Impfdosen möglichst zügig an die Beschäftigten in den Betrieben verimpft werden können, müssen sich interessierte Betriebe bestmöglich vorbereiten können. Die derzeitigen Planungen laufen in enger Absprache zwischen Land und Betrieben. Das Arbeits-und Gesundheitsministerium (MSAGD) steht dazu in einem engen Austausch mit der Landesvereinigung der Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz und den Industrie-und Handelskammern (IHKen). Betriebe sollen beim Aufbau geeigneter Maßnahmen unterstützt werden.

Laut Karsten Tacke, Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU), seien viele Betriebe bereits jetzt startklar. Sie warteten sehnsüchtig auf den Startschuss aus Berlin und eine ausreichende Menge an Impfdosen. Anfänglich werde nur wenig Impfstoff für die Betriebsärzte zur Verfügung stehen. Die Bundesregierung müsse daher bei der Beschaffung noch ambitionierter vorgehen. 

Derzeit arbeiten LVU und IHKen mit Unterstützung des MSAGD an Informationen über die Rahmenbedingungen des betrieblichen Impfens, die sich an den unterschiedlichen Konstellationen der Betriebe vor Ort orientieren. Das Land hat bereits angekündigt, das betriebliche Impfen zum Beispiel durch die Anbindung an das landeseigene Dokumentationsportal, die Meldung der Daten an das RKI oder den Informationstransfer vom Landesimpfzentrum zum Aufbau einer betrieblichen Impfstelle zu unterstützten.

 

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