Symbiose aus Hotel und Römerfunden wäre Optimum

Veröffentlicht am 01.10.2008 in Kommunales

SPD Andernach diskutiert mit Bürgerinnen und Bürgern über das Weissheimer-Areal

„Was wird aus dem Weissheimer-Areal?“, wollte die SPD Andernach mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutieren. Und die Andernacher fanden in Scharen den Weg an die Großbaustelle und Grabungsstätte. „Die römischen Funde interessieren die Bürger ungemein und deshalb ist es wichtig die Bevölkerung mit in den Prozess einzubinden, wie das Gelände zukünftig gestaltet werden soll“, freute sich der SPD Stadtverbandsvorsitzende Achim Hütten über die Resonanz.

„Die Bedeutung der Stadt Andernach heute und in der Antike ist durch die Funde und Ausgrabungen auf dem Weissheimer-Areal beträchtlich gewachsen“, erläutert Hütten den Anwesenden. Dies bestätigt auch Frank Brüninghaus, Leiter der Ausgrabungsstelle, der den erkrankten Leiter des archäologischen Instituts Koblenz Dr. Dr. Axel von Berg vertrat. „Durch die offengelegten Funde können die noch unbekannten ersten 1000 Jahre der Stadt erschlossen werden.“ Es mache besonderen Spaß in Andernach zu arbeiten, weil Stadtverwaltung, Politik und Bürger mit viel Interesse dahinterstünden, resümierte Frank Brüninghaus. „In anderen Orten sind die Menschen leider häufig froh, wenn sie die Archäologen nicht sähen, dass ist in Andernach anders.“ Bestätigt wurde er durch den Verlauf der Diskussion im Anschluss an den Ortstermin. Einhellig befürworteten die anwesenden Bürgerinnen und Bürger, dieses antike kulturelle Erbe der Stadt zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

„Wir als SPD Fraktion im Stadtrat wollen dies tun“, sichert SPD Fraktionschef Clemens Hoch zu: „Das Optimum wäre für uns aber eine Symbiose aus Hotel und Römerfunden. Wir wollen so den Tourismus stärken; das bringt Kaufkraft und Leben in die Stadt.“ Ob es dazu aber kommen könne und wie ein Hotelbau im gehobenen 4-Sterne-Bereich konkret aussehe, sei zurzeit aber noch unklar. Auf die neue Situation müsse sich auch der Investor einstellen können; ob es zum Vertragsschluss überhaupt komme, sei noch fraglich. Neben einem Hotelbau verfolgt der derzeitig interessierte Investor den Bau von Stadthäusern mit geschlossener Bauweise zur Hochstraße. „Die SPD-Fraktion wird sich dafür einsetzen, diese Planungen noch mal zu überdenken. Städtebaulich kann es faszinierend sein, den alten römischen Grundriss der Stadt wieder in der Bebauung aufzugreifen“, erläuterte Clemens Hoch, der auch anregte, in einer solchen Frage eng mit der Fachhochschule Koblenz zusammenzuarbeiten und gegebenenfalls einen Ideenwettbewerb unter den Studenten auszuschreiben.

Von den anwesenden Bürgern nahmen Andernachs Sozialdemokraten in einer dynamischen Diskussionsrunde viele Anregungen zur Gestaltung des Geländes auf, die mit in die politische Arbeit einbezogen werden. Die Andernacher SPD freut sich, dass für alle Bürgerinnen und Bürger die Ausgrabungen durch einen Weg und eine Plattform bald direkt zugänglich sind, so dass sich jeder ein eigenes Bild vor Ort machen kann.

Das Foto zeigt die Bürgerinnen und Bürger auf Einladung der SPD Andernach auf dem Weissheimer Areal mit Grabungsleiter Frank Brüninghaus (links), dem SPD Stadtverbandsvorsitzenden Oberbürgermeister Achim Hütten (rechts vorne), dem 1. stellvertretenden Vorsitzenden Lars Hörnig und dem SPD Planungssprecher Jens Groh (Bildmitte).

 

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