Jusos Mayen-Koblenz unter weiß-blauem Himmel

Veröffentlicht am 28.10.2008 in Aktionen

Landeshauptstadt München: Hier führte die Bildungsreise des SPD-Nachwuchses hin

In diesem Jahr führte die Bildungsreise der Jusos Mayen-Koblenz in die bayerische Landeshauptstadt München. Der Kreisvorsitzende Marc Ruland, der die Gruppe leider nicht nach München begleiten konnte, verabschiedete sie am Andernacher Bahnhof.

In München ging es einerseits um landes- und jugendpolitische Themen. Am ersten Abend trafen die Jusos mit ihrem Münchener Pendant zusammen. Es ging unter anderem um die bayerische Landtagswahl, bei der die CSU ihre absolute Mehrheit nach Jahrzehnten verloren hat. Außerdem diskutierte der SPD-Nachwuchs von Isar, Rhein und Mosel gemeinsame Konzepte zur Bekämpfung des Rechtsextremismus. Fast zeitgleich wie die Kreis-Jusos stellten die Münchener Jungsozialisten ein „Rock gegen Rechts“-Konzert auf die Beine, bei dem der Münchener SPD-Oberbürgermeister Christian Ude als „DJ Ude“ sein ungeahntes Talent unter Beweis stellte. „Das ist eine tolle Idee und vielleicht gelingt es uns für unser Konzert im nächsten Jahr SPD-Vize Andrea Nahles zu gewinnen“, so Christoph Mohr, Geschäftsführer der Kreis-Jusos.

Andererseits stand die Bildungsgerechtigkeit in Bayern und Rheinland-Pfalz im Zentrum des Dialogs. Fast neidisch blickt man aus dem Freistaat auf die rheinland-pfälzische Bildungspolitik, die Studiengebühren – anders in Bayern und den konservativ-regierten Ländern - ablehnt und die Kindergärten schrittweise gebührenfrei stellt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Münchner OB Christian Ude im Gespräch am Folgetag erklärte: „Man könne ja fast schon sagen: ‚Von Rheinland-Pfalz lernen, heißt Siegen lernen.’“ Auch die aktuelle Finanzkrise war ein Inhalt des Interviews mit Christian Ude, der Vorsitzender des Deutschen Städtetages zugleich ist. Anschließend wurden die Jusos im Maximilianeum bei der SPD-Landtagsfraktion sehr herzlich empfangen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Reise war der Widerstand im Dritten Reich, der die Jusos zur Ausstellung der „Weißen Rose“ in die Ludwig-Maximilians-Universität und in die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslager Dachau führte. „Ruhig, ernst, historisch, ergreifend und traurig - das sind unsere Eindrücke gewesen bei der zweieinhalbstündigen Führung durch die Gedenkstätte. Unfassbar, dass insgesamt rund 200.000 unschuldige Menschen im KZ Dachau in der Zeit von 1933 bis 1945 gefangen gehalten wurden. Knapp 40.000 von ihnen fielen dem Wahn der Nazis zum Opfer“, so Sven Roedig, Pressesprecher der Jusos Mayen-Koblenz. Auch der erste Nachkriegsvorsitzende der SPD, Kurt Schumacher, war lange Zeit Häftling des KZ Dachau. Er soll den anderen Gefangenen mit seiner Arbeit in der Häftlingsbibliothek und seinem Geist Mut und Kraft gegeben haben. Schumacher starb 1952 im Alter von 57 Jahren an den schweren Folgen seiner Inhaftierung.

Die Jusos konnten sich in München auch von einem reichhaltigen Kulturangebot überzeugen. Da durften das Deutsches Museum sowie die neue und die moderne Pinakothek nicht fehlen. „Was aber auch gewiss nicht fehlte, war der Spass innerhalb unserer Gruppe. Ich glaube jeder hat die vier Tage in München genossen und würde auf der Stelle wieder zusammen mit unserem Team verreisen“, so Gesina Glodek und Martin Koffmahn von den Vallendarer Jusos.

„Viel gelernt, neue Eindrücke gewonnen und eine ganze Menge mit nach Hause genommen“, so das Fazit des SPD-Nachwuchses.

Als nächstes planen die Jusos die Aktion „Wider das Vergessen“ am 9.11.2008 und erinnern in den Städten des Kreises Mayen-Koblenz an die Opfer der Nazi-Tyrannei.

 

Homepage SPD Mayen-Koblenz

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Dr. Thorsten Rudolph MdB

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