SPD fordert von Landrat mehr Engagement in Sachen Gemeinschaftsklinikum

Veröffentlicht am 19.07.2012 in Fraktion

SPD-Kreistagsfraktion traf mit Geschäftsleitung des Klinikums zusammen

Mayen. Die SPD-Kreistagsfraktion um ihren Vorsitzenden Achim Hütten war zu Gast im St. Elisabeth Krankenhaus Mayen. Das Mayener Krankenhaus ist seit Juli 2005 mit dem Kemperhof Koblenz zum Gemeinschaftsklinikum Kemperhof Koblenz - St. Elisabeth Mayen fusioniert und verfügt über 251 Planbetten. Rund 600 Mitarbeiter betreuen jährlich rund 9.000 Patienten stationär und ca. 16.000 ambulant.

Im Gespräch mit Geschäftführer Markus Heming, Herrn Rudolf Kruse und dem stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Peter Klöckner ging es den Sozialdemokraten insbesondere um die Frage, unter welchen Bedingungen das Klinikum in kommunaler Trägerschaft bleiben kann.

Angesprochen wurden auch die finanziellen Schwierigkeiten im vergangenen Jahr. Hierzu führte Geschäftsführer Heming aus, dass grundsätzlich viele Krankenhäuser vor großen Herausforderungen stünden und sich immer mehr im regionalen Markt behaupten müssten. Die „Schieflage“ resultiere aus einem Bündel von unerwartet eingetretenen Umständen. Die Ursachen seien heute zum großen Teil abgestellt und die Gesellschaft in besserem Fahrwasser.

Aus Sicht der SPD-Kreistagsfraktion muss es Ziel des Landkreises sein, das Gemeinschaftsklinikum weiter in kommunaler Hand zu halten. „Eine private Trägerschaft ist schlechter sowohl für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch Patienten", ist sich der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Rolf Schäfer sicher. 

Positiv stimmt die Genossen, dass erste Synergien aus der Fusion mit dem Kemperhof spürbar sind. Ein vom Berater des Gemeinschaftsklinikums Rudolf Kruse begleiteter Masterplan steht nun zur Umsetzung an. Ziel ist es im Dienstleistungsbereich Verantwortlichkeiten zusammenzulegen, so dass das Klinikum nur noch eine Verwaltung, ein Direktorium, einen Einkauf, ein Labor, etc. hat. So werde die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft gestärkt. 

Nach Abschluss der Fusion muss perspektivisch ein Augenmerk darauf gelegt werden, ob nicht ein weiterer Zusammenschluss des Krankenhausverbundes mit anderen Krankenhäusern zu einem Verbundkrankenhaus die Wettbewerbsfähigkeit weiter steigern wird. Dies würde bedeuten: Ein Krankenhaus mit drei, vier oder fünf verschiedenen Standorten. Gleichzeitig ist es unerlässlich, so die SPD-Vertreter, die Grundversorgung an allen Standort zu erhalten. 

In anschließenden Beratungen der SPD-Kreistagsfraktion betont ihr Vorsitzender Achim Hütten: „Es ist unser erklärtes Ziel, das Klinikum in der Trägerschaft der öffentlichen Hand zu belassen. Wir finden, dass der Landrat und der Koblenzer Oberbürgermeister hier Handeln und Klarheit schaffen müssen.“ 

In einem Schreiben fordert die SPD-Kreistagsfraktion den Landrat und Vorsitzenden des Aufsichtsrates Dr. Alexander Saftig auf, das Gemeinschaftsklinikum mehr zu unterstützen. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Rolf Schäfer unterstreicht die Position der SPD: „Als Landkreis müssen wir uns noch stärker einbringen als bisher, damit die Einrichtung in kommunaler Trägerschaft bleiben kann.“ Insbesondere müsse geprüft werden, ob nicht eine kurzfristige Bürgschaft seitens des Landkreises Mayen-Koblenz und der Stadt Koblenz sinnvoll ist, die augenblicklich zu hohe Zinslast zu reduzieren. Die SPD fordere hier eine intensive Prüfung ihres Vorschlages gerade auch im Hinblick darauf, dass das Gemeinschaftsklinikum eine gemeinsame 100% Tochter des Landkreises Mayen-Koblenz und der Stadt Koblenz sei. 

In dem Schreiben an Landrat Dr. Saftig heißt es weiter: „Wir bitten Sie als den zuständigen Aufsichtsratsvorsitzenden dahingehende Gespräche mit der Geschäftsleitung zu führen, in der nächsten Kreistagssitzung hierüber zu berichten und gegebenenfalls eine entsprechende Beschlussfassung herbeizuführen. Die SPD-Kreistagsfraktion steht Ihnen und dem Gemeinschaftsklinikum hierbei geschlossen zur Seite.“

 

 

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Dr. Thorsten Rudolph MdB

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