SPD: „Demografieplan soll Bedürfnisse von Jung und Alt stärker in den Mittelpunkt rücken“

Veröffentlicht am 17.05.2019 in Pressemitteilung

Sozialdemokraten fordern nach GUT-LEBEN-Veranstaltung zukunftstragende Strategie für die Heimat

 

Auf große Beteiligung stieß die GUT-LEBEN-Veranstaltung „Zukunft der Pflege“ der SPD in Stadt und Kreis. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger diskutierten mit den Experten aus Pflegewissenschaft und Politik: Staatssekretär des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie von Rheinland-Pfalz, Dr. Alexander Wilhelm, SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzenden Achim Hütten und Professor Dr. Hermann Brandenburg, Inhaber des Lehrstuhls für Gerontologische Pflege an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar.

„Altern ist doch etwas grundsätzlich Positives!“, forderte Professor Brandenburg die Teilnehmenden der Diskussion zum Umdenken auf. Es entstehen bei dem Prozess des Alterns neue, andere Handlungsbedarfe - auch für die Kommunen und den Landkreis. Lebensqualität und gesellschaftliche Inklusion sowie selbstbestimmtes Leben durch Mobilität und medizinische Versorgung müssten auch künftig gewährleistet sein, wie Brandenburg weiter erläuterte. „Die Pflege hat eine ganz wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft, sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Selbständigkeit, der Lebensqualität und der Teilhabe im Alter“, wie Brandenburg es zum Schluss seines Vortrages auf den Punkt brachte. „Was wir brauchen, ist eine stärkere Orientierung der Pflege am Gemeinwohl.“, so die gesellschaftspolitische Überzeugung von Prof. Hermann Brandenburg. 

Staatssekretär Dr. Alexander Wilhelm verwies unter anderem auf das Projekt Gemeindeschwester plus im Land Rheinland-Pfalz. Dieses entfalte seine große Wirkung im ländlichen Raum bereits mit präventiven Maßnahmen. Auch leisteten die 135 wohnortnahen Pflegestützpunkte in Rheinland-Pfalz eine hervorragende, fundierte, individuelle und trägerübergreifende Pflegeberatung für Hilfebedürftige und ihre Angehörigen.

Auf die Frage, wie Angehörige in Andernach Hilfe bei der Pflege bekommen könnten, formulierte Hütten ganz konkrete Schritte: „Zunächst hilft unser Pflegestützpunkt. Langfristig müssen wir aber dafür Sorge tragen, dass im gesamten Landkreis alle Gemeinden eine gute Gesundheitsversorgung vorweisen und die Kommunen seniorengerecht gestaltet werden. Hierfür ist eine effektive und effiziente Strukturplanung im Landkreis notwendig.“

Im Anschluss konnten viele konkrete Fragen von den Experten beatwortet werden, wie die nach möglicher Unterstützung, beim barrierefreien Umbau des eigenen Hauses. Der Vorsitzende der SPD Mayen-Koblenz, Marc Ruland, MdL und seine Stellvertreterin Karin Küsel zogen zum Abschluss der Veranstaltung ein in die Zukunft gerichtetes Resümee: „Gut Leben will ‚gut geplant‘ sein. Wir freuen uns, über die große Resonanz für dieses Thema. Es liegt auf der Hand: Ein „Demografie-Plan“ für unsere Heimat ist notwendig. Dieser muss die Bedürfnisse aller Bürger, von Jung bis Alt berücksichtigen und insbesondere pflegebedürftige Senioren stärker in den Fokus nehmen. Wir brauchen auch kommunale Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft.“ Ein Demografieplan soll die kommunale Perspektive ausleuchten, wie die Sicherung und gerechte Verteilung der ärztlichen Versorgung gewährleistet werden kann. Eine bessere Verzahnung aller Beteiligten ist nötig. Der geplante Ausbau des RLP-Erfolgsprogramms „Gemeindeschwester plus“ sei ein Baustein und ein „guter Schritt in die richtige Richtung“. Zudem gibt das Programm der Bundes-SPD „Gute Löhne, begrenzter Eigenanteil“ bundespolitische Antworten, u.a. soll der Eigenanteil der Pflegebedürftigen begrenzt werden. Dieses Programm ist abrufbar auf: https://www.spd.de/aktuelles/sozialstaat0/

 
 

Homepage SPD Mayen-Koblenz

Willkommen in Urmitz

Detlev Pilger MdB

YouTube - SPD rlp Vision

Das Wetter in Örms

Besucher:499247
Heute:19
Online:2

10.07.2019 19:29 Unser Plan für gleichwertige Lebensverhältnisse
Die SPD-Bundestagsfraktion sorgt Schritt für Schritt für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit den Maßnahmen zur Umsetzung der Ergebnisse der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ verstärken wir unsere Anstrengungen für ein solidarisches Land. Lebenschancen eines Menschen dürfen nicht von der Postleitzahl abhängen. „Herkunft darf nicht über die Zukunft entscheiden. Die SPD-Bundestagsfraktion steht genau dafür: Dass alle Kommunen ihre Kernaufgaben

10.07.2019 18:30 Smart City Modellstandorte ausgewählt
Heute wurden die ersten 13 „Modellvorhaben Smart Cities“ bekanntgegeben. Beworben hatten sich deutschlandweit rund 100 Städte und Gemeinden mit Projektskizzen. „Viele Kommunen sind heute schon Vorreiter in Sachen Digitalisierung. Ob Gera, Solingen oder Wolfsburg – Städte und Gemeinden haben sich inzwischen auf den Weg zur Smart City gemacht. Als Bund unterstützen wir mit dem neuen

04.07.2019 16:28 Ohne motivierten Nachwuchs geht es nicht in der Pflege
Noch immer sind Tausende Pflegestellen unbesetzt. Das ist ein Alarmsignal, sagt die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, und macht Druck, zügig das geplante Gesetz für bessere Löhne in der Pflege zu beschließen. „13.000 neue Pflegestellen in stationären Einrichtungen der Altenpflege wurden im Rahmen des Pflegepersonalstärkungsgesetzes finanziert. Dass laut Berichten noch keine Stelle aus dem Sofortprogramm besetzt ist, ist

Ein Service von websozis.info