Sozialdemokratie erleben

Veröffentlicht am 04.11.2008 in Aktuell

3. Tag der rheinland-pfälzischen SPD in Worms

„In unserer Mitte ist Dein Platz“ hieß das Motto am 25. Oktober in Worms und viele SPD-Mitglieder und solche, die es werden wollten, nahmen das wörtlich und kamen trotz strahlendem Sonnenschein ins Berufsbildungswerk des DRK in Worms.

Es hat sich mit Sicherheit gelohnt, denn der Landesverband unter der Führung von Generalsekretärin Heike Raab hatte sich viel Mühe gemacht und bot ein Programm von hohem Interesse auf. Schon um 10.00 Uhr begann der erste Workshop für Neumitglieder, ein zweiter befasste sich mit der Gestaltung von Homepages. Dann hieß es „Kommunal punkten“ und im vierten Workshop war die Neumitgliederwerbung Thema. In einem Podiumsgespräch ging es um „Sicher leben in Rheinland-Pfalz“. Innenminister Karl Peter Bruch und Justizminister Dr. Heinz Georg Bamberger machten mit ihren Impulsreferaten gleich deutlich, dass es um die Sicherheit in unserem Land gut bestellt ist. 62 Prozent beträgt die Aufklärungsquote inzwischen. Da konnte die Polizei sich in den letzten Jahren erheblich steigern, wie Bruch stolz berichten konnte. Er wies auch darauf hin, dass die soziale Sicherheit das höchste Gut sein müsse, das es zu verteidigen gelte. Bamberger erklärte Ähnliches mit seiner Aussage, dass das Bedürfnis der Menschen nach Sicherheit eine Grundforderung sei, der auch entsprochen werden müsse. Dabei sprach er die Initiative „Pro Sicherheit“ an. Kriminalitätsbekämpfung setze das Vorhandensein von kreativer Vielfalt sowohl im Umgang mit Straftätern als auch bei der Prävention von Straftaten voraus. Sicherheit könne nur in einer solidarischen Gesellschaft existieren so Bamberger, der sich auch gegen jede Form von Folter und gegen das gerade aktuell diskutierte „Nacktscanning“ auf Flughäfen aussprach. An der folgenden Diskussion nahmen der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei Ernst Scharbach und der Vorsitzende des Vereins „Sicheres Worms“ Jean Frank teil. Die Moderation hatte der örtliche MdL Jens Guth. Am Nachmittag sprach Dr. Günter Gerhard, Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen ASG, über allgemeine Vorsorge und Gesundheit in Rheinland-Pfalz. Er beantwortete viele Fragen aus dem Kreis der Zuhörer. Höhepunkt der Veranstaltung war zweifelsohne die Rede des rheinland-pfälzischen SPD-Parteivorsitzenden und Ministerpräsidenten Kurt Beck. Er dankte als erstes den vielen ehrenamtlichen Helfern vor Ort und im Land, bevor er sich der Politik insgesamt zuwandte. Im Hinblick auf die Finanzkrise sagte Beck, es sei richtig gewesen, dass die SPD nicht so sehr aufs Materielle gesetzt habe. Wichtiger sei es Arbeitsplätze zu schaffen, auch in ökologischer Verantwortung. Man müsse stärker daran denken, was man den nachfolgenden Generationen hinterlassen werde. Unter diesem Gesichtspunkt sei auch das Thema Bildung zu betrachten. Mehr Kinder aus Arbeitnehmerkreisen müssten zum Studium kommen. Noch einmal sprach sich Beck auch für „angemessene Löhne“ aus. Sie seien ein Gebot der Vernunft. Beck bat die anwesenden Parteimitglieder einig zusammen zu stehen und für die guten Ziele in der Partei zu kämpfen. „Frieden und Solidarität“ seien großartige Ideen für die ein Einsatz sich lohne. Hier finden Sie Impressionen.
 

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Dr. Thorsten Rudolph MdB

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