Kreis-SPD: Krankenhaus Mayen gehört in kommunale Hand

Veröffentlicht am 18.07.2021 in Pressemitteilung

Treffen der Kreistagsfraktion mit den SPD-Vertretern und dem Oberbürgermeister der Stadt Mayen

 

„Wir sind der Meinung, dass es sinnvoller und wirtschaftlich darstellbar ist, wenn das Krankenhaus Mayen aus dem Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GKM) herausgenommen wird. Als GmbH unter der Verantwortung des Kreises könnte das Krankenhaus wieder an die Zeit anknüpfen, in der es über viele Jahrzehnte unser Kreiskrankenhaus war“, konstatiert Maximilian Mumm, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Mayen-Koblenz, der als Vertreter des Kreises in der Gesellschafterversammlung des GKM sitzt.

Nachdem ehemalige Geschäftsführer das GKM bis an den Rand der Insolvenz gebracht haben, die kommunalen Träger und die Stiftungen die finanziellen Rahmenbedingungen nicht mehr leisten können, werden seitens der Stadt Koblenz, des Kreises Mayen-Koblenz und der Gesellschafterversammlung des GKM Überlegungen angestellt, den Klinikverbund an einen privaten Krankenhauskonzern zu verkaufen. Diese Überlegung wird von der SPD-Kreistagsfraktion kritisch gesehen. Nach Gesprächen mit den Mayener Genossen im Stadtrat und dem Oberbürgermeister Dirk Meid hat die Kreistagsfraktion zur Sondersitzung des Kreistages einen Antrag eingebracht, in dem die Kreisverwaltung aufgefordert wird, zu prüfen, wie das Mayener Krankenhaus aus dem Konstrukt des Gemeinschaftsklinikums herausgelöst werden kann.

„Das ehemalige St. Elisabeth Krankenhaus konnte in der Vergangenheit immer wirtschaftlich betrieben werden. Der Zusammenschluss so vieler Krankenhäuser hat für den Standort Mayen nur Nachteile gebracht, bis hin zum Weggang ärztlichen Kräfte, die über die Region hinaus bis heute als absolute Fachleute gelten. Eine Übernahme durch einen privaten Dritten sehen wir kritisch. Die Erfahrung zeigt, dass mehr das Finanzielle als das Menschliche im Vordergrund steht. Ein Verbleib im GKM würde für unser Krankenhaus in Mayen weitere Nachteile mit sich bringen,“ so Mumm.

Für die Region und die dort lebenden Menschen habe das Mayener Krankenhaus mit seiner langen Geschichte nicht nur eine große medizinische, sondern vor allem auch eine emotionale Bedeutung, erklärt Mumm. Seit 1971 war die Klinik in Trägerschaft des Kreises, wurde dann in die „Krankenhaus St.-Elisabeth GmbH“ umgewandelt. 2005 erfolgte ein Zusammenschluss mit dem Klinikum Kemperhof Koblenz. Seit 2014 ist es Teil des GKM, einem Zusammenschluss von fünf Krankenhäusern zu einem Klinikverbund mit Sitz in Koblenz. Es hat zwei Standorte in Koblenz, einen in Boppard, einen in Mayen und einen in Nastätten.

 

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