Klöckner: Mehr Durchlässigkeit und Chancengleichheit mit der neuen Schulstruktur

Veröffentlicht am 25.09.2008 in Bildung

Vom Schuljahr 2009/2010 an soll es neben den Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen eine neue Schulart geben: die „Realschule plus“. Sie vereint unter einem Dach die beiden Schulformen Kooperative Realschule und Regionale Schule, die beide zum Mittleren Schulabschluss und zum Abschluss der Berufsreife führen und Wege zur Fachhochschule eröffnen.

Zu der neuen Schulstruktur gibt es viel Gesprächsbedarf. Aus diesem Grund hatte der Landtagsabgeordnete Dieter Klöckner zu einem Gesprächsabend mit der Bildungsstaatssekretärin Vera Reiß in seiner Heimatstadt Vallendar eingeladen. Lehrer, Elternsprecher und Eltern nutzten die Gelegenheit, um mehr zu diesem Thema zu erfahren.

In Deutschland sind die Schülerzahlen stark rückläufig. Die demografische Entwicklung hat mittlerweile die weiterführenden Schulen erreicht, bis zum Jahr 2020 werden in Rheinland-Pfalz in der Sekundarstufe I fast 25 Prozent weniger Schülerinnen und Schüler unterrichtet als heute - jeder vierte Platz in den Schulen wird dann leer bleiben!

Gleichzeitig legen immer mehr Eltern Wert auf eine höhere Qualifikation ihrer Kinder, was im internationalen Vergleich auch dringend erforderlich ist. 1997 haben noch 75.000 Schülerinnen und Schüler die Hauptschulen besucht, sind es im aktuellen Schuljahr 35.000 weniger. Die Hauptschulen erfahren bundesweit eine sinkende Akzeptanz. Während in den Realschulen die Zahl der Schülerinnen und Schüler weitgehend konstant blieb, hat insbesondere die Zahl der Schülerinnen und Schüler an den Gymnasien zugelegt: Von ca. 75.000 im Jahr 1997 auf mehr als 90.000 im vergangenen Schuljahr. Die Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Doris Ahnen, hat nun einen Gesetzesentwurf zur Weiterentwicklung der Schulstruktur in Rheinland-Pfalz in den Landtag eingebracht, dessen Konzeption die Wochenzeitung „Die Zeit“ so kommentiert: „So funktioniert die Bildungsreform“. Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass das künftige Angebot der weiterführenden Schulen neben dem Gymnasium und der Integrierten Gesamtschule die „Realschule plus“ umfasst.

Diese führt unter einem Dach nach einer gemeinsamen Orientierungsstufe zum Abschluss der Berufsreife und zum Mittleren Schulabschluss und führt die bisherigen Realschulen und Hauptschulen zu einer zukunftsorientierten Schulart zusammen. Außerdem bietet sie unter bestimmten Voraussetzungen die Fachhochschulreife und das Projekt „Keiner ohne Abschluss“ an, mit dem möglichst alle Schülerinnen und Schüler zu einem Abschluss geführt werden sollen. Mit dem neuen Konzept will die Landesregierung die Chancengleichheit fördern, die Durchlässigkeit gerade zu höheren Abschlüssen verbessern, Schülerinnen und Schulen sowie den Schulen neue Perspektiven aufzeigen und den Eltern klare Wege für die Bildungslaufbahn ihrer Kinder aufzeigen. Beste Bildung für Alle ist die sozialdemokratische Antwort auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Der Bildungsstand entscheidet über individuelle Lebensperspektiven, berufliche Möglichkeiten und gesellschaftliche Teilhabe jedes Einzelnen. Bildung ist für die Persönlichkeitsentwicklung eines jeden Menschen unersetzlich. Die SPD steht deshalb für ein leistungsstarkes, sozial gerechtes und durchlässiges Bildungssystem.

 

Homepage SPD Mayen-Koblenz

Willkommen in Urmitz

Dr. Thorsten Rudolph MdB

Besucher:499317
Heute:242
Online:3

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

Ein Service von websozis.info