Beck: Faire Arbeit statt Leiharbeit

Veröffentlicht am 19.02.2011 in Pressemitteilung

Mayen-Koblenz. Der SPD-Landesvorsitzende Kurt Beck, Ministerpräsident, forderte gestern gemeinsam mit dem DGB- Bundesvorsitzenden Michael Sommer und den Spitzen der rheinland- pfälzischen Gewerkschaften faire Arbeit statt Leiharbeit. Vor rund 300 Gästen sprach Beck bei der Dialogveranstaltung „Arbeit in Rheinland-Pfalz – Gut gerüstet für die Zukunft?“ in der Mayener Dachdecker-Fachschule darüber, wie vor dem Hintergrund der demographischen Herausforderungen gute Arbeit in Rheinland-Pfalz gesichert, ausgebaut und weiterentwickelt werden kann.

Beck verdeutlichte den Einsatz der SPD für gute Arbeit und Fairness auf dem Arbeitsmarkt. „Dazu gehören vor allem die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns, die bundesweite Geltung von Tariftreuegesetzen, die Verteidigung der Arbeitnehmerrechte inklusive Mitbestimmung und die bessere rechtliche Absicherung und Regulierung der Leiharbeit“, betonte Beck.

Leiharbeit werde heute längst nicht mehr nur dafür eingesetzt, betriebliche Auftragsspitzen abzufangen, sondern zunehmend auch um reguläre Beschäftigungsverhältnisse zu ersetzen, um Lohnkosten zu drücken und stabile Arbeitsbedingungen zu unterlaufen.

„Immer mehr Menschen in Deutschland - vor allem in der Leiharbeit - werden schlecht bezahlt. Leiharbeitskräfte verdienen im Schnitt 40 bis 50 Prozent weniger als die Kolleginnen und Kollegen im Einsatzbetrieb“, erläuterte Beck die aktuelle Situation. Mehr als jeder achte Leiharbeitnehmer verdiene so wenig, dass er trotz Vollzeitarbeit auf staatliche Sozialleistungen angewiesen sei. „Wer den ganzen Tag arbeiten geht, der muss davon auch leben können – wir dürfen uns nicht einreden lassen, dass dieser alte Grundsatz jetzt im 21. Jahrhundert nicht mehr gilt.“

Deswegen will die SPD handeln. Die SPD fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit auch für Leiharbeitskräfte – und zwar von Beginn an. Außerdem will die SPD die Berücksichtigung der Leiharbeitskräfte bei den Schwellenwerten für die Wahl von Betriebs- und Personalräten.

Viel Lob von den Spitzenvertretern der rheinland- pfälzischen Gewerkschaften erhielt das von der SPD eingeführte Tariftreuegesetz. Es garantiert einen Mindestlohn von 8,50 Euro bei allen öffentlichen Auftragsvergaben.

 

Homepage SPD Mayen-Koblenz

Willkommen in Urmitz

Dr. Thorsten Rudolph MdB

Besucher:499317
Heute:270
Online:3

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

Ein Service von websozis.info