Im Gedenken an die Opfer die Demokratie bewahren

Veröffentlicht am 27.01.2009 in Aktuell

Vor 64 Jahren befreite die Roten Armee die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz - es waren nur noch knapp 8.000. Ermordet wurden hier rund 1,2 Millionen Menschen. Franz Müntefering mahnte im Gedenken an die Opfer, die Demokratie entschlossen zu bewahren.

"Das ist unsere Pflicht und unsere Überzeugung", unterstrich der SPD-Vorsitzende am Dienstag anlässlich des Jahrestages. "Wir alle tragen Verantwortung dafür, dass dem Rechtsextremismus in Deutschland politisch und mit allen Mitteln des Rechtsstaates entgegengetreten wird."

Als am 27. Januar 1945 Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des Vernichtungslagers befreiten, fanden sie nur noch knapp 8.000 Menschen vor. In den Lagern rund um Auschwitz waren rund 1,2 Millionen Menschen aus ganz Europa ermordet worden. Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik wurden alle, die nicht ins Menschenbild der Nazis passten: Juden und Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, Sozialdemokratinnen und –demokraten, Kommunisten sowie andere politisch Andersdenkende, Widerständler, Kriegsgefangene, Deserteure und Zwangsarbeiterinnen und –arbeiter. Ab Sommer 1942 wurde die Vernichtungsmaschinerie von Auschwitz vor allem zum Schicksal nahezu aller europäischer Juden im deutschen Herrschaftsbereich.

Kurz vor der Befreiung der Überlebenden bemühte sich die SS intensiv, die Spuren der Verbrechen im Lager zu beseitigen: Am 26. Januar sprengte die Lagerleitung das letzte Krematorium. 1947 wurde auf dem Gelände der zwei erhaltenen Lagerbereiche (Auschwitz I/Stammlager und Auschwitz II/Birkenau) das "Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau" geschaffen.

Kein Platz in Deutschland für "menschenverachtende Ideologien"

"Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus mahnt uns, die Demokratie zu bewahren", betonte Müntefering. "Menschenverachtende Ideologien wie Antisemitismus, Rassismus, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit haben in unserem Land keinen Platz", unterstrich der SPD-Vorsitzende und zeigte sich zuversichtlich, dass die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland dies auch bei den zahlreichen Wahlen in diesem Jahr bekräftigen würden.

 

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